Forschung und Referenzen

Das Vokabular in Super Core wurde nach einer umfassenden Analyse der Forschung zum Kernvokabular sorgfältig ausgewählt, wobei unterschiedliche Informationsquellen und verschiedene Altersstufen – von der Vorschule bis zum Erwachsenen – berücksichtigt wurden.

  • Vorschul-Kinder (Deckers et al., 2017; Banajee, Dicarlo & Stricklin, 2003; Marvin, Beukelman &
    Bilyeu, 1994)
  • Schulkinder (Boenisch & Soto, 2015; Clendon, 2006; Beukelman, Jones & Rowan, 1989)
  • Erwachsene (Hill, 2001; Balandin & Iacono, 1999)

Neben Untersuchungen des Kernvokabulars von sich typisch entwickelnden sprachfähigen Kindern und Erwachsenen wurden auch wichtige Untersuchungen zur Sprache von Kindern mit Behinderungen (Deckers et al., 2017), von Erwachsenen, die Unterstützte Kommunikation nutzen (Hill, 2001) und zur Schriftsprache von Kindern in der Entwicklung der Lese- und Schreibfähigkeit (Clendon, 2006), einbezogen.

Die Untersuchungsergebnisse wurden mit Daten aus dem Dynamic Learning Maps Core Vocabulary (DLM Professional Development Team, 2013) verglichen, einer detaillierten Analyse der Häufigkeit von Kernwörtern (besonders im schulischen Umfeld) und ihrer Bedeutung im Vokabular der Unterstützten Kommunikation.

Die Auswahl des Vokabulars in Super Core wurde auch von wichtigen Ressourcen beeinflusst, wie das Makaton-Kernvokabular (Walker, 1987) und die Down Syndrome Education Vocabulary Checklists, welche den Schwerpunkt auf funktionales und wichtiges Vokabular für Kinder und Erwachsene mit Behinderungen legen.

Das Makaton-Kernvokabular umfasst eine Auswahl von 450 Wörtern, die speziell für die funktionale Kommunikation im Alltag konzipiert wurden. Ursprünglich wurde es entwickelt, um gehörlosen Erwachsenen mit Lernbehinderung die Gebärdensprache zu vermitteln (Walker, 1987). Heute findet es in ganz Großbritannien, Deutschland und weiteren Ländern breite Anwendung – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen mit verschiedensten Behinderungen.

Die Down Syndrome Education Vocabulary Checklists bestehen aus drei sorgfältig zusammengestellten Wortlisten. Sie wurden entwickelt, um Eltern und Fachkräften eine gezielte Unterstützung bei der Erfassung der frühen Sprachentwicklung zu bieten und dabei zu helfen, den Fokus auf die Vermittlung relevanter Wörter zu legen. Die Listen enthalten zahlreiche hochfunktionale Begriffe, die für die Alltagskommunikation von besonderer Bedeutung sind.

Diese Daten wurden zudem mit Sprachfrequenzdaten aus der gesprochenen Sprache und der Sprache unterstützt kommunizierender Personen verglichen (The British National Corpus, 2007).

Abschließend wurde bei der Auswahl und Anordnung des Vokabulars klinisches Wissen und Erfahrungswerte in der Arbeit mit Kindern mit Sprach-, Sprech- und Kommunikationsschwierigkeiten berücksichtigt.


- Letzte Revision: 15.02.2022